Mobiles Lernen am Gymnasium Raabeschule

Betriebssystem: Windows
Endgeräte: Tablet-Computer

Maßnahmen im Vorfeld

Die Erfahrungen aus der phasenweise sehr herausfordernden Einführung der elternfinanzierten mobilen Endgeräte an der Raabeschule führen zu unserer Empfehlung, den Einführungsprozess durch eine umfangreiche Vorbereitung mit allen schulischen Gremien und externen Partnern zu gestalten.
Vor der Einführung sollte man sich wenigstens 2 Jahre Zeit nehmen, um die Eltern zu informieren, damit diese schon bei der Anmeldung an der Schule über finanzielle Anforderungen informiert sind. In dieser Zeit sollten auch die notwendigen Entscheidungen in den Schulgremien erfolgen. Wir empfehlen die Zusammenarbeit mit der Medienberatung Niedersachsen, dem Schulträger und der Landesschulbehörde zur Absprache von notwendige Entscheidungen und Rahmenbedingungen. Die Informationen der Medienberatung helfen bei der Festlegung des Betriebssystems sowie beim frühzeitigen Erkennen möglicher Herausforderungen. Zusammen mit dem Schulträger müssen die Möglichkeiten des Netzwerkes ausgelotet werden. Daneben sollte man sich die Zeit nehmen und Schulen besuchen, die bereits jahrgangsweise mit mobilen Endgeräten (vers. Betriebssysteme) arbeiten. 

Konzeptioneller Rahmen

Zusammen mit dem Netzwerk Medienberatung, dem Schulträger, n-21 und der Bürgerstiftung wurde der konzeptionelle Rahmen 2015 festgelegt. An der Raabeschule konnten wir dabei auf die Erfahrungen eines eigenen Laptopprojektes mit 1:1-Lernsituationen und eine umfassende Evaluation durch das Georg-Eckert-Institut zurückgreifen. Beginnend mit Jahrgang 7 werden in allen Klassen verbindlich elternfinanzierte mobile Endgeräte angeschafft. Neben dem Betriebssystem werden Mindestanforderungen wie Arbeitsspeicher, Festplattengröße, Kamera und USB-Anschluss festgelegt. Im Rahmen von Elterninformationsabenden erfolgt jeweils im Frühjahr die Information der Eltern über die Rahmenbedingungen und das zugrundeliegende Konzept. Gemeinsam mit Elternvertretern werden dann Geräteempfehlungen an die Elternschaft herausgegeben. Etwaige Sammelbestellungen organisieren die Eltern auf der Basis der Mindestanforderungen selbst. Gute Geräte kosten dabei zwischen 400 und 500€. Die Eltern entscheiden selbst, ob sie eine etwaige Versicherung abschließen wollen. Es gibt dazu Angebote der Geräteanbieter aber auch über die Hausratversicherung können Schäden abgedeckt werden.
In den schulinternen Curricula wurden von allen Fachgruppen verbindliche Methoden- und Medienkompetenzen festgelegt, die gemeinsam einen schulinternen Medienarbeitsplan für die Jahrgänge 5 bis 11 bilden. Die Fachgruppen überprüfen die Festlegungen jährlich und bilden sich zu den festgelegten Kompetenzen gezielt fort. Eine Arbeitsgruppe evaluiert und entwickelt dieses inhaltliche Medienkonzept auf Grundlage des Orientierungsrahmens Medienbildung ständig weiter.

Unterstützung

Die Bürgerstiftung Braunschweig steht derzeit der Raabeschule als Sozialpartner zur Seite. Die Eltern können sich bei Bedarf an die Bürgerstiftung wenden und klären Art und Umfang der Förderung unkompliziert direkt mit der Stiftung. Diese Unterstützungsmöglichkeit durch eine Stiftung kann allerdings keine dauerhafte Lösung für die Elternunterstützung sein. Der Schulträger unterstützt bei Netzwerkfragen. Zusätzlich werden Fortbildungen und Hilfsangebote der Medienberatung und von n-21 genutzt. 

Administration und Support

Die Administration der Geräte erfolgt durch die Schüler und deren Eltern selbst. Die Raabeschule unterstützt mit jeweils einer „Tablet-Sprechstunde“ an beiden Standorten. Die Einrichtung der Geräte selbst erfolgt im Rahmen von 2 Nachmittagsblöcken und einer Installationswoche in den 7. Klassen. Bei der Einrichtung werden Benutzerprofile, Datenschutzeinstellungen und Softwareinstallationen über einen eigenen Installations-USB-Stick durchgeführt. Außerdem werden die Keys für Softwarelizenzen und ebooks verteilt und die Geräte im System so eingetragen, dass sie für den Internetzugang freigeschaltet werden können. Die Arbeiten werden von älteren Schülern unterstützt.
Dauerhaft werden im schuleigenen Lernmanagement-System (LMS; hier IServ) umfangreiches Material und viele Informationen zur Verfügung gestellt: Beiträge in den Foren, der Knowledgebase und Anleitungen bzw. Installationsdateien in einem gesonderten Dateiordner. Ein kleiner Pool an Ersatzgeräten wird durch den IT-Obmann der Raabeschule zur Verfügung gestellt und über das LMS administriert. 

Arbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand an der Raabeschule lässt sich nicht klar definieren, da viele Dinge im Zusammenhang mit der Netzwerkpflege erfolgen und die Kommunikation mit Lehrkräften, Eltern und Schülern zu Themen des mobilen Lernens einen großen zeitlichen Umfang in Anspruch nimmt. Wir benötigen Lehrkräfte für die Verwaltung der ebook-Lizenzen, Verwaltung der Office-Lizenzen, Fortbildungsplanung, Vorbereitung und Durchführung der Installationswochen, Medienbildungskonzepterstellung, Vorbereitung der Elterninformationsabende, die Tablet-Sprechstunden und vieles mehr. Die Poolgeräte müssen im LMS via LAN und WLAN eingebunden und von dort verwaltet werden. Im Schadensfall müssen diese Geräte an die Händler verschickt werden und nach jedem Leihvorgang muss das lokale Nutzerkonto gelöscht und neu erstellt werden.

https://raabeschule.de

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